Jährliche Renteninformation sollte geprüft werden

Erstellt am : Juni 11, 2012 | 0 Kommentare | Tags:

Seit nunmehr zehn Jahren verschickt die Deutsche Rentenversicherung jährlich die persönlichen Renteninformationen an gesetzlich Rentenversicherte ab dem 27. Lebensjahr. Diese sollten auf Richtigkeit geprüft werden, denn nicht immer stimmen die Daten.

11.6.2012 (verpd) Seit dem 1. Juni 2002 versendet die Deutsche Rentenversicherung die jeweils individuellen Renteninformationen an ihre Versicherten. Jährlich erhalten so rund 42 Millionen gesetzlich Rentenversicherte Auskunft über ihre gesetzlichen Rentenansprüche. Die Renteninformation zeigt, welche Zahlen und Fakten bei jedem Einzelnen bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden und ist daher eine wichtige Grundlage für die Überprüfung und Planung der Altersvorsorge.

Von der Deutschen Rentenversicherung erhalten alle gesetzlich Rentenversicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind und fünf oder mehr Jahre an rentenrechtlichen Beitragszeiten aufweisen können, eine jährliche Renteninformation.

Prognosen

Zum einen stehen hier die hochgerechneten Ansprüche der Regelaltersrente, die man bis zum Erreichen der individuellen Altersgrenze erwarten kann. Und es wird angegeben, wie hoch die Rente wäre, wenn ab dem Zeitpunkt der Informationserstellung keine neuen Rentenbeiträge einbezahlt und keine Rentenzeiten dazukommen würden. Zusätzlich wird prognostiziert, welche Rente zu erwarten wäre, wenn die bisherige Einkommenssituation der letzten fünf Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersrente gleich bleibt. Darüber hinaus gibt es Angaben über die Höhe einer möglichen Rente wegen voller Erwerbsminderung, die dem Versicherten zustehen würde, wenn er aus gesundheitlichen Gründen ab dem Zeitpunkt der Informationserstellung unter anderem weniger als drei Stunden am Tag arbeiten könnte. Außerdem wird angegeben, wie sich eine mögliche Rentenanpassung auf die künftige Altersrente auswirken kann.

Rentenbeiträge und versicherungsrelevante Zeiten

Besonders wichtig ist die enthaltene Übersicht über die Höhe der gesetzlichen Rentenversicherungs-Beiträge, die für Beitragszeiten vom Versicherten, dem Arbeitgeber und/oder von öffentlichen Stellen gezahlt worden sind, sowie die Angaben zu den rentenrechtlichen Zeiten. Neben den Beitragszeiten, also den Zeiten, in denen Beiträge bezahlt worden sind, müssen beispielsweise die sogenannten Anrechnungs– und Berücksichtigungszeiten wie Ausbildungszeiten, Studium und Zeiten über Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen in der Übersicht aufgelistet sein. Diese spielen für den Rentenanspruch und für die Rentenhöhe ebenfalls eine wichtige Rolle. Nicht immer stimmen die in der Renteninformation vorhandenen Daten mit den tatsächlichen Fakten überein. In manchen Fällen werden Beitrags-, Anrechnungs- und Berücksichtigungszeiten nicht richtig oder gar nicht erfasst oder es kommt zu Zahlendrehern bei der Beitragserfassung. Dies kann jedoch zu falschen Rentenhöhen oder unrechtmäßig abgelehnten Ansprüchen führen. Daher sollte man nach Erhalt der Renteninformation genau prüfen, ob wirklich alle versicherungsrelevanten Zeiten und Beiträge richtig aufgelistet sind.

Gegen Lücken in der Altersvorsorge

Wer Fehler oder Lücken bei den eingezahlten Beiträgen oder versicherungsrelevanten Zeiten entdeckt hat, sollte sich umgehend an die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung wenden, damit die Ungereimtheiten behoben werden können. Dadurch wird eine falsche Rentenhöhe bei Renteneintritt verhindert. Auskunft geben auch die Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/10004800 oder online im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de. Wer sich nicht sicher ist, ob die Daten stimmen und wie hoch die Altersabsicherung unter Einbeziehung der gesetzlichen und eventuell bereits abgeschlossenen privaten Altersvorsorge ist, sollte sich bei einem Versicherungsfachmann seines Vertrauens Rat holen. Dieser hilft bei der Überprüfung der Renteninformation und kann entsprechende Berechnungen durchführen. Zumal für eine ausreichende Altersvorsorge nicht nur die Lücke zwischen bisherigem Einkommen und künftiger Rente wichtig ist, sondern auch die Wertminderung der Rente infolge der Inflation eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Auch hier hilft der Versicherungsexperte mit einer Analyse weiter. Zusätzlich kann er im Falle einer Absicherungslücke individuell passende staatliche geförderte und/oder private Vorsorgelösungen aufzeigen.

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